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Horaz - Theaterkonzeption
Der Greis Horaz zieht in die Welt hinaus
und sucht nach den letzten Anzeichen verbliebener
Vernunft in den Köpfen und Herzen der Menschen. Da
begegnet er dem listigen Puck, der die Vernunft auf der
Welt all verloren sieht. Und so gehen die beiden vor den
Augen der entwaffneten Justitia einen Pakt ein. Wer mehr
Menschen finden mag, die noch nach Vernunft handeln,
oder eben dieser entsagen, wird den Wettstreit gewinnen.
Gewinnt Horaz, so wird die Vernunft, symbolisiert in der
Gestalt der Justitia, eine neue Waage und ein neues
Schwert aus den Händen des Oberen erhalten. Gewinnt aber
der listige Puck, so wird die Vernunft auf ewig von der
Welt verbannt. Sogleich brechen Puck und Horaz auf und
begegnen in der irdischen Welt den Menschen. Sogleich
verführt Puck den verzweifelten Schriftsteller Freytag
seine Seele an den Teufel zu verkaufen und im Gegenzug
ewige Muse zu erlangen. Freytag weiß seine neu gewonnene
Fähigkeit zu nutzen und schreibt eifrig gegen den
aufkommenden Nationalsozialistische Regime und verfällt
dem Wahn:
"Weiß dieser Mann Galle mit Honig zu
mischen. Das ihr diesen Teufel nicht mal erkennt,
selbst wenn er euch anspuckt? Aber ich sage euch: Auch
Hörner wachsen nach."
Und so nimmt nicht nur Freytags Schicksal
seinen Lauf und auch der hoffnungsvolle Horaz muss
erkennen, dass die Vernunft im toten Winkel des
Verstandes verloren gegangen sein muss. Verbittert tritt
Horaz am Ende des Stücks in der Gestalt des Todes auf
und kniet neben der Leiche Freytags. Dieser wurde von
den Nationalsozialisten, nachdem der wirre Freytag in
Berlin 1933 über die Scheiterhaufen der
Bücherverbrennung getanzt hatte, auf dem auch seine
eigenen Werke verbrannt wurden, an eine Mauer gestellt
und vor Ort erschossen.
So beendet Horaz das Stück mit den Worten
:
"Das Einzige worauf man sich verlassen
kann, ist die Vergänglichkeit.
Sie treibt uns dazu, schaffen zu wollen." |
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Belle and Sebastian
Sebastian ist Journalist und verfällt in
eine tiefe Lebenskrise. Von der Freundin verlassen, vom
Leben überfordert und von Existenzängsten geplagt
bemerkt er nicht, wie sein körperlicher und psychischer
Verfall von Tag zu Tag voranschreitet. Eines Morgens
erwacht er mit blutigen Händen in seiner zertrümmerten
Wohnung - ohne jegliche Erinnerung an das, was geschehen
ist. Auf der Suche nach den Spuren der letzten Tage und
der Suche nach sich selbst begegnet Sebastian einer
Frau, die ihn magisch in seinen Bann zieht und all den
Frust und die Trauer vergessen lässt. Er beginnt dem für
ihn geheimnisvollen Wesen zu Folgen und bemerkt dabei
nicht wie die Realität vor seinen Augen verschwimmt.
Zynisch und pessimistisch zeichnet Sebastian auf seinem
Weg ein Bild der Gesellschaft, derer er sich mehr und
mehr entziehen möchte. Die Spuren sprechen zudem bald
eine deutliche Sprache: Sebastian hat den Menschen, den
er einst am meisten liebte getötet.
Getrieben von Stimmen und aggressiven Impulsen und
aberwitzigen Zufällen hastet Sebastian bald darauf mit
einem blutigen Messer in der einen und er einer Pistole
in der anderen Tasche durch die Straßen und will nur
eines: Die geheimnisvolle Frau finden und ihr seine
Gefühle gestehen, solange er in Freiheit ist. Denn
offenbar ist nicht nur die Polizei bereits auf seinen
Versen. Viel zu spät bemerkt er dabei, dass nicht etwa
er es war, der Belle auf Schritt und Tritt gefolgt ist,
sondern sie ihm. Und das schon lange. |
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Watergate
Inspektor James Robert Ewing ist dem
gefährlichsten Mann der ganzen Stadt auf den Fersen: Dem
Frauen-Ripper von Yorkshire. Gerade als er den Täter vor
Augen zu haben glaubt, gerät Ewing in einen wohl
vorbereiteten Hinterhalt und entrinnt nur knapp dem Tod.
Als Ewing wieder zu Kräften kommt, muss er erkennen,
dass man mittlerweile einen Unschuldigen als Ripper von
Yorkshire hingerichtet hat. Kaum Genesen wird Robert
klar, dass seine Recherchen in den Höheren Kreisen der
Gesellschaft in dieser Sache unerwünscht sind. Um ihn zu
schützen wird er von seinen Vorgesetzten weit fort, nach
Watergate, geschickt, wo ein Serienmörder sein Unwesen
treibt. Sagen und Legenden ranken um die kleine Stadt,
die Knotenpunkt zwischen den großen Handelsstädten des
Landes ist. Watergate, so sagte der Volksmund, sei die
Stadt im ewigen Nebel, umgeben von einem verfluchten
Wald. Wer der Mörder der toten Männer ist, scheint jedem
im Dorf bereits klar: Der Manson war's, skandieren die
Alten und die Jungen. Doch Robert glaubt die Sage des
Reiters nicht, der vor vielen Jahren in den Wäldern von
Watergate überfallen und umgekommen ist. Robert beginnt
mit seiner Untersuchung und trifft auf eine Wand aus
Schweigen und Ablehnung. Die Bewohner von Watergate
dulden keinen Fremden, der in der Geschichte des Dorfes
nach einem Makel sucht. Spätestens als der Geistliche
des Dorfes beginnt im Namen der Kirche Ablass-Briefe zum
Schutz der menschlichen Seele gegen Dämonen vertreibt,
glaubt Robert auf der richtigen Spur zu sein. Dann
jedoch begegnet er selbst einem leibhaftigen Dämon und
erstarrt in Ungewissheit. Was ist echt und was ist trug.
Was ist Täuschung und was ist Realität? |
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Der Tag an dem Elena K. verschwand
Elenas Vater verschwindet spurlos bei
einer Recherche fernab der Großstadt. Das letzte
Lebenszeichen ist ein Fotofilm, den Elenas von ihrem
Vater via Post erhält. Als sie die Fotos entwickelt,
stockt Elena der Atem. Auf einigen Fotos befindet sich
auf unerklärliche Weise eine goldene Spur.
Und ein geheimnisvolles Mädchen.
Elena nimmt die anhand der Fotos die Spur ihres Vaters
direkt vor Ort auf, doch er erscheint wie vom Erdboden
verschluckt. Die goldene Spur jedoch führt die zu einem
Bauernhof, auf dem die kleine Morle lebt. Sie ist das
Mädchen von den Fotos und war ihrer Geburt genauso blind
wie die Figuren, die sie unablässig zeichnet. Sie nennt
sie Aunen und erzählt Elena von einer Zwischenwelt, die
der Realität nicht fern sein soll.
Elena gerät immer mehr in den Bann des kleinen Mädchens,
während Kommissar Ebert, der auf den Fall ihre
verschwundenen Vaters angesetzt wird, eine deutliche
Spur verfolgt und sich mit Morles Familie anfeindet.
Denn: Im Umfeld der Familie sind noch mehr Menschen
verschwunden.
Plötzlich versinken Häuser im Boden, Schatten scheinen
aus der Wand zu kriechen und der goldene Schimmer
beschreibt einen immer klareren Weg.
Was ist Morles Geheimnis? Und wohin führt die Spur des
Goldes?
Etwa in ein übermächtiges Reich, dass über unserem
Alltag wacht, oder zu einem unglaublichen Verbrechen?
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