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aGedichte (Auszüge)a

     

An Joseph

Zerstreue mich selbst

Alles verdinglicht

Tausendfach entzwei gebrochen

Fenster grinst Verrat

An Georg

Wir schlafen schlecht unter den Pappeln

Mit Mohnaugen blicken wir den Fluss hinab

Auch Ich wandle an der schwarzen Mauer

Fand das Haus einst so leer wie Du

     

   
 

Wenn dein Silberschweif mich verlässt
Erhebt sich die Nacht ein letztes Mal
An schlafenden Ufern, an stillen Weihern
Glühen kleine Perlenlichter
Und liebkosen sich auf blattgoldenem Saum
Der Ruf der Nacht erhebt seine Schwingen
Auf hundert weiten Wegen
Weht ein rauerer Wind als hier

   

   

Unter dem Frost welken Blüten aus Samt
Tagträume erstarren und zerspringen wie Glas
Ein Hauch von Amnesie umspielt den Geist
'Wüsst ich nicht so genau wer ich bin-
Ich würd aus meiner Haut fahren.
Und gehen.'

Ein süßer Stich in der Brust.
Du bist wach.
Und in dir toben Flammen.

   

   

Winde spielen ein Glockenspiel und Wolken streicheln Harfen
Träge Steine tanzen und prasseln gegen Glocken
Regentropfen trommeln auf der Erde, im immer wendenden Takt
Und sieh an, da, wie ein dicker Tropfen Nass perlt machtvoll auf die Pauke
Hagelkörner, weiß und drall, springen lebhaft Zickzack im Dreieck der Triangel
Während abermals der Wind bläst zwischen allen Fugen, als würden Trompeten, Posaunen und Flöten zerfließen, einfach so.
Und der unsichtbare Dirigent, lässt die Äste immer schneller schwingen.
Lass jeden Tone tief, tief ins Erdreich dringen.
Und am Ende sie sich all verbeugen, die Wellen und zum Applause toben.
Erscheint die Bühn in vollem Licht und Glanz durch die Sonne droben.

Winde reissen loses fort und Wolken hängen tief.
Wenn selbst der Träge Stein zu schweben beginnt und gegen die Mauern prasselt
Regentropfen sammeln sich und fluten die Erde, im scheinbar endlosen Takt.
Und sieh an, wie eine Welle von Nass die Dämme zerreisst.
Hagelkörner, weiß und drall, lassen Glas um Glas zerspringen.
Während abermals der Wind bläst, durch Dachstühle, dass es klingt als sei nichts für die Ewigkeit gebaut, einfach so.
Und dem unsichtbaren Dirigent, zerbricht Ast um Ast.
Lass jeden Tone tief, tief das Erdreichen durchwühlen, dass nichts mehr steht.
Und am Ende die Wellen die ganzen Welt beugen mit ihrem tosen.
Scheint trotzt unendlichen Leid das warme Licht der Sonne droben.

 


   

Rot zerläuft an der Wand
Mit Resten von Hirn und Knochensplittern
Ein andermal hätte ich geweint
Doch Realität ist so verwischt
Gemälde aus trüben Farben
Gemischt in zersprungenen Tassen
Ein seltsames Gemälde dort gemalt
Der Künstler im Hinterhalt wartend
Nachladen um neuer Inspiration zu begegnen
Liegt er auf der Lauer, geduldig, so muss es sein
Fügt er dem Werke eine letzte Pointe hinzu
Und stanzt Löcher in die Wand.
Zwei dergleichen die im Tod umschlingen.

   

   

Farben bersten
Pinsel brechen
Leinwand brennt, brennt, brennt
Linien krumm
Striche verfehlen
Biegen nur einander um
Punkte bilden Heere
Kohle zeichnet Schwere
Das Papier schlägt leichte Wellen
Löscht die Feuer, löscht die Feuer
Wut entbrennt, geht auf geht ab

   

   
 

Mir ist kalt und warm zugleich
Aber vor allem sticht die Seite
Und die Schläfe drückt-
Warum sind die Finger taub
Und die Lider so träge?
Ich muss jetzt gehen-
Die Nacht ist noch jung
Ein letztes Mal ihr Duft
Dann tasten durchs Dunkel
Bin nur ein Dieb der Herzen stiehlt.

   
 
   

 

Hoch oben wird ein Zeppelin zu Gott
Mit seinem allfarbigen Schweif
Klaustrophobie ist neues Glück
Denn Enge keine Einsamkeit

   

   

Du bist ein Hauch von grün
Mit leisen Schatten
Von den Plätzen die ich meide
Tanzend träumst du lichterloh
und entschwoben scheint dein Antlitz
Schwungvolle Kreise beschreiben dein Gemüt
Zwischen ruhen und glühen
Vermag also selbst die Schattenseite eines Sterns
Ganz im Stillen
Glitterleichte Funken zu sprühen

 

   

   
 

Meine Augen
veklebt
von schwarz
Junge Katze
auf dem Weg
blickte
misstrauisch
als der Körper
sanft
ins Wasser glitt
Meine Augen
zum Abschied
verklebt
von schwarz
Folgt Dir zum Geleit
euphorische Morgenröte

   

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